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Abbruch - Baugrubenherstellung
unterhalb des Wasserstandes
des Rheins mit zum Teil zehn
parallelen Gewerken auf nur
2.000 m² freier Fläche

Projektübersicht

Innerstädtischer Abbruch und Baugrubenherstellung unterhalb des Rheinwasserstandes bei zehn zum Teil parallelen Gewerken auf nur gut 2.000 m²  freier Fläche

 

Direkt am Rheinufer in zentraler Lage Kölns entstehen 8.000 m² Bürofläche – realisiert durch einen sechsgeschossigen Neubau und der Revitalisierung eines denkmalgeschützten Bestandgebäudes.

Für das Projekt hat die Jean Harzheim GmbH & Co. KG mit der BAUER Spezialtiefbau GmbH den Abbruch der Altbebauung durchgeführt, die Baugrube für den Büroneubau bis unterhalb des Rheinwasserstandes erstellt und das zu erhaltende Bestandsgebäude für dessen Revitalisierung vorbereitet. Die Arbeiten sind gekennzeichnet durch ihre ingenieurtechnisch höchst anspruchsvollen Lösungen.

Aufgrund kürzester Bauzeit mussten bis zu 10 Gewerke teilweise parallel ausgeführt werden. All das galt es auf einem nur einseitig zugänglichen, extrem kleinen Baufeld (gut 2.000 m² Grundfläche) in der Innenstadt von Köln zu realisieren. Dabei durfte der Individualverkehr an der direkt angrenzenden Hauptverkehrsstraße, dem Konrad-Adenauer-Ufer, nicht behindert werden.

Der Abbruch der mehrgeschossigen Altbebauung und Tiefgarage fand auf engstem Platz statt. Zeitgleich begannen bereits die Baugrubensicherung mittels Pfahlherstellung und der erste Abtransport von Boden. Der zu erhaltende denkmalgeschützte Bürokomplex wurde komplett entkernt und mittels Abbrucharbeiten im Bestandsbauwerk für die nachfolgende Revitalisierung vorbereitet. Die angrenzende Nachbarbebauung wurde mittels Pfahlwand und Hochdruckinjektions(HDI)-Unterfangung gesichert. Der Verbau zum öffentlichen Straßenrand wurde mit einem Trägerbohlverbau einfach rückverankert erstellt. Das Bestandsbauwerk schließt zu 50 Prozent an den Neubau an. Dieser wurde vollständig mit einer HDI-Unterfangung bis zu 10m Tiefe neu gegründet. Aufgehende Schächte aus der Tiefgarage im Altbestand wurden aus dem Altbestand heraus mittels HDI-Verbau erstellt.

Die Baugrube für den Neubau ist ein komplexes Ingenieurbauwerk. Die dichtbebaute innerstädtische Lage stellt eine sehr schwierige Baugrundsituation dar. Zudem sind die Grundwasserverhältnisse aufgrund der direkten Beeinflussung durch den Rheinwasserstand äußerst schwierig zu handhaben. Die zu erstellende Baugrube liegt bis zu sieben Meter unterhalb des Bemessungswasserstandes des Rheins. Die Spezialisten von Harzheim und Bauer erstellten daher eine auf die Baugrund- und Grundwasserverhältnisse sowie der Grenzbebauung speziell abgestimmte wasserdichte Baugrube. Die Abschirmung der Baugrube gegen seitlich zuströmendes Grundwasser wurde über eine rückverankerte Spundwand gelöst. Gegenüber vertikal, also von der Sohle zuströmendem Grundwasser, wurde die Baugrube mit einer Unterwasserbetonsohle abgedichtet, welche durch Mikropfähle gegen Auftrieb rückverankert wurde.

Ein Absenken des Grundwasserspiegels war aufgrund des Rheins nicht möglich. Die Sicherung und der Aushub der Baugrube wie auch die Betonierung der Betonsohle galt es somit unterhalb von bis zu sieben Metern des Bemessungswasserstandes des Rheins auszuführen. Dabei kontrollierten Bautaucher fortwährend die Unterwasserarbeiten.

Die Übergabe der Baustelle zum Endtermin wurde eingehalten.